Dienstag, 4. November 2014
Hokitiki - Franz Josef Gletscher
Der Gunst des DOC Campingplatzes war es zu verdanken, dass wir heute wieder ausschlafen und alles in Ruhe machen konnten.
Den Vormittag haben wir dann in Hokatiku , der selbsternannten Jadehauptstadt verbracht.



Bis auf den schönen Uhrenturm, sehr vielen Jadewerkstätten mit angeschlossenen Verkaufsräumen und einem kleinen Tierparadies bietet der Ort nicht viel. In letzterem haben wir uns ca. eine Stunde umgesehen, haben riesige, etwa 100 Jahre alte Aale gefüttert, Krebse gefangen und das erste Mal live einen Kiwi gesehen. Das ganze hat Franzi ziemlich viel Spaß und müde gemacht. So konnten wir von Hokutaki direkt zum Franz Josef Gletscher fahren, Franzi hat die ganze Zeit geschlafen.

Die Fahrt dorthin war wenig ereignisreich. Die größte Herausforderung war, für Fanny einen Veggie-Pie zu bekommen. Daran sind wir leider gescheitert und so gab es für sie heute nur Kekse zum Mittagessen.

In "Franz" , wie man hier sagt, angekommen führte uns der erste Weg in die Info, um uns über die örtlichen Wandermöglichkeiten und Angebote zu Hubschrauberrundflügen zu informieren. Da das Wetter morgen gut werden soll, haben wir auch gleich einen Flug über die Gletscher und zum Mt. Cook gebucht. Nun heißt es Daumen drücken, dass das Wetter wirklich top wird und sich die schlaflose Nacht für Fanny auch rentiert.

Am späten Nachmittag sind wir dann noch zur Gletscherzunge vom Franz Josef Gletscher gewandert. Man kommt im Moment bis auf ca. 300m an den Gletscher ran und hat somit einen tollen Blick.




Lyell - Punakaiki - Hokitika
Da wir gestern nach langem Suchen (wir waren erst 20:00 Uhr da) doch noch einen vernünftigen freedom camping Stellplatz gefunden haben, war heute früh erst einmal "ausschlafen" angesagt! Somit ging es erst am späten Vormittag los Richtung Westport, wo wir uns Robben anschauen wollten. Doch kurz nach dem Start der Schock, fast kein Sprit mehr im Tank. Offensichtlich haben wir das Womo gestern etwas schief abgestellt, so dass uns ein vollerer Tank vorgegaukelt wurde, als er tatsächlich war. Die Reserveleuchte ging dann auch ziemlich schnell an und es waren noch knapp 50km zur nächsten Tankstelle. Fortan habe ich das Gaspedal nur noch gestreichelt und wir sind ungewohnt langsam gefahren. So haben wir es dann irgendwie bis zur Tankstelle geschafft, der Tank war bis auf ca. 3 Liter leer...

Nachdem wir Diesel, Wasser und Gas nachgetankt und Schmutzwasser und Toilette entsorgt hatten ging es dann endlich zur Robbenkolonie. Diese war eher klein (es waren nur etwa 15 Tiere zu sehen) und träge, was wohl am stürmischen Wetter und den hoch schwangeren Weibchen lag. Trotzdem war es nett die Tiere mal in der freien Natur zu sehen.

ü

Von den Robben ging es dann nach Punakaiki, einer kleinen Ansammlung von Hotels und Touri-Attraktionen. Hier haben wir als erstes eine kurze Wanderung durch den Urwald zu einem beeindruckenden Strandabschnitt unternommen.



Die Hauptattraktion sind allerdings die Pancake-Rocks, eine sehr beeindruckende Felsformation, die wir uns leider in einem Hagelschauer ansehen mussten.



Nach einer kurzen Beratung haben wir uns dann entschlossen noch ein Stück (90km) zu fahren. So sind wir wieder auf einem schönen DOC Campingplatz an einem See bei Hokitika gelandet. Der Übernachtungsplatz ist wirklich sehr idyllisch, hat aber den Nachteil, dass wir den zweiten Abend kein Strom und kein Internet haben.

(bitte entschuldigt die Qualität mancher Bilder, aber mit der kleinen Knipse wird es leider nicht besser... :( )



Abel Tasman National Park
Heute morgen gab es wieder ein Frühstück im Freien, allerdings ein wenig zeitiger und spärlicher als sonst. Wir hatten bei dem erneut schönen Wetter Großes vor, und haben also kurz nach neun das Wassertaxi In den Abel Tasman Park genommen. Nach ca einer Stunde Fahrt sind wir an der Medlandsbay von Bord gegangen und hatten nun ca fünf Stunden Zeit, um entspannte elf Kilometer bis zur Anchorage Bay zu laufen. Mit Proviant, Foto und Franzi im Rücken ging es also los, es war ein ähnlich abwechslungsreicher Weg wie beim Queen Charlotte Track.



Meistens ging es durch üppigen Dschungel, hier und da gab es aber schöne Ausblicke auf Strände und das Meer. Nach einigen Kilometern hatten wir uns eine entspannte Mittagspause verdient. Lecker Brote, echte Brote, kein Toast! Und noch im Womo im Kühlschrank! Mit Sandwiches haben wir einfach kein Glück...
Dank müsliriegel und großer Vorfreude auf den Kühlschrankinhalt waren wir schnell am Ziel, und hatten noch Zeit, die große Zehe mal ins kalte Nass zu halten. Eine rundum gelungene Tour!



Franzi, die bis dahin tapfer fast ohne Schlaf durchgehalten hatte, fielen dann schnell die Augen zu und wir sind noch ca 175km weitergefahren. Irgendwo im Nirgendwo aber war dann Schluss, es gab Essen und dann Bett.