Sonntag, 9. November 2014
Milford Sound 2. Tag
Heute war endlich mal wieder ausschlafen angesagt! Wenn schon das Wetter hier nicht mitspielt, so wollten wir wenigstens nicht müde in den Tag starten. Das Wetter heute Morgen war das Gleiche wie gestern, die Wolken hingen sehr tief, aber es regnet nicht.

Für heute Vormittag hatten wir uns noch eine Wanderung zum Peak Summit vorgenommen, bevor es weiter Richtung Süden gehen sollte. Die tiefen Wolken ließen nicht vermuten, dass wir gute Sichten bzw. blauen Himmel während der Tour haben werden. Aber ganz ohne Wanderung wollten wir auch nicht hier abreisen. Angegeben war der track zum Key Summit mit 3h und 500 Höhenmetern.

Der Weg war sehr schön, erst durch dichten Wald, und dann über eine frei Fläche. Wir waren relativ schnell in den Wolken und es wurde mit jedem Höhenmeter windiger!!!



Oben angekommen hat uns noch ein kleiner Alpiner Rundweg erwartet, der auf Grund der abwechslungsreichen Umgebung und trotz der widrigen Bedingungen sehr schön war.



Auf Grund des Sturms, der Wolken und da alle Bäume total bemoost waren, herrschte eine sehr mystische Stimmung.



Ein kurzer Abstecher führte uns noch zu einem "Viewpoint", der heute leider keiner war. Eigentlich sollte man einen schönen Bergsee, das Ziel einer anderen lohnenswerten Wanderung sehen. Heute aber...


Da die Aussicht nicht besonders toll war, haben wir uns da oben nicht lange aufgehalten und so waren wir nach 2 Stunden 15 Minuten schon wieder am Auto. Nach ein paar Stullen zum Mittag führte uns dann unsere Fahrt ziemlich unspektakulär mit einem längeren Zwischenstopp in Te Anau bis nach Manapouri, einem 400 Einwohner Dorf am gleichnamigen See. Hier haben wir uns einen kleinen und gemütlichen Campingplatz gesucht, nach 3 Tagen endlich mal wieder heiß duschen, Strom haben, Wäsche waschen und Internet!!!



Milford Sound
Da wir heute ja noch ein Stück fahren mussten und das Boot schon 10:00 Uhr ging, mussten wir also früh aufstehen. Anschließend schnell einen Kaffee und ein paar Stullen für die Fahrt gemacht und los ging es. Franzi hat zum Glück noch geschlafen, so dass wir gut vorwärts gekommen sind.

Landschaftlich war die Strecke sehr schön, hat sich zumindest auf der Rückfahrt heraus gestellt. Morgens nämlich war das Wetter sch... Je näher wir dem Milford Sound gekommen sind, desto schlechter wurde das Wetter. Am Ende waren wir in den Wolken, als wir über den Pass gefahren sind und in Milford hat es geregnet. Wie so häufig hat auch hier der Wetterdienst keine Ahnung wie das Wetter wird. Entsprechend war natürlich unsere Stimmung als wir unser Ausflugsschiff betreten haben. Das Wasser war zwar zu sehen, aber von den Bergen ringsherum nicht besonders viel...

So sind wir über zwei Stunden bei mehr oder weniger starken Regen durch den Milford Sound geschippert worden und haben die Fahrt trotzdem irgendwie genossen. Zwar konnten wir die Mächtigkeit der umliegenden Felswände nicht erleben, aber die Stimmung mit dem Regen und den sehr tiefen Wolken, sowie den Erklärungen des Guides zu Flora und Fauna waren irgendwie beeindruckend und interessant. Wir haben diverse mächtige Wasserfälle und einige Pelzrobben gesehen.



Dann kam es wie es kommen musste, als wir zurück waren wurde das Wetter besser und der blaue Himmel war zu sehen. So haben wir uns entschlossen doch noch etwas in der Gegend zu bleiben und haben auf dem Weg zu unserem Campingplatz noch den ein oder anderen Stopp eingelegt. Die schönste der kurzen Wanderungen war die zu den Marian Cascades.



Für diese Nacht haben wir uns wieder einen günstigen DOC Campingplatz, diesmal direkt am See ausgesucht. Obwohl wir relativ früh da gewesen sind, war es schwierig für unser riesen WoMo noch einen Platz zu finden. Natürlich haben wir es uns passend gemacht und genießen jetzt den Blick auf den See.




Wanaka - Queenstown - Milford Sound
Da die Campingplätze in Wanaka alle sehr teuer waren und keine freien Plätze zur Verfügung standen, haben wir uns entschieden, einen Platz etwas außerhalb der Stadt anzufahren. Das stellte sich als Glücksfall heraus, denn der Platz war nicht sehr teuer, hatte eine tolle Lage am Fluss und noch dazu einen tollen Blick auf die Berge.



Nach der Abfahrt aus Wanaka kam Fanny auf die Idee mal das Wetter für die nächsten Tage zu checken, so lange wir noch Internet haben. Und siehe da... das Wetter soll sich ab Sonntagabend verschlechtern. Gerade zu dieser Zeit wollten wir jedoch zum Milford Sound fahren. Somit musste schnell ein neuer Plan her! Wir haben uns dazu entschlossen den Aufenthalt in Queenstown extrem zu kürzen und schon heute bis kurz vor den Sound zu fahren. Dadurch sollten wir das Wochenende bei noch schönem Wetter im Fjordland verbringen können.

Für Queenstown hatten wir am Ende noch fünf Stunden Zeit, was für eine Fahrt mit der Skyline Gondelbahn auf den Bobs Peak und eine kurze Stadtbesichtigung gereicht hat. Vom Berg aus hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt und Franzi konnte noch etwas herum rennen. Eigentlich wollten wir dort einen kleinen looptrack gehen, der aber weder vernünftig ausgeschildert, noch auf irgendeiner Karte dort oben eingezeichnet war.



Unten in der Stadt sind wir etwas durch die Gassen gelaufen und konnten unsere shopping-Gelüste endlich in einem MacPac-Outdoor-Laden befriedigen.

Gegen 16:00 Uhr sind wir dann aus Queenstown los, Püppi hat in ihrem Alkoven fein Mittagsschlaf gemacht. Die Straße war landschaftlich toll, lange Zeit entlang des Lake Wakatipu.



In Te Anau (sprich: Tee Anu) haben wir noch einmal getankt und an der Tankstelle gleich für morgen früh eine Cruise in den Milford Sound gebucht. Was man hier an Tankstellen nicht alles erledigen kann... Nachdem wir im letzten Supermarkt noch einmal unsere Vorräte aufgefüllt haben, ging es zur letzten Etappe der knapp 300km heute, zum DOC Campingplatz Deer Flat , wo wir gegen 20:30 Uhr angekommen sind.