Nugget Point - Dunedin

Leider hieß es gegen 1030 Uhr Abschied nehmen, von einem der bisher angenehmsten Stellplätze in NZ. Der Betreiber war suuuper nett und hilfsbereit, wir haben ziemlich lange mit ihm gequatscht und gestern konnten wir ja in seiner Küche die leckere, von seiner Frau selbst gebackene Pizza essen. Also, unsere Top-Empfehlung in diesem Gebiet ist der Hillview Campground Nugget Point!!!

Da es auf der weiteren Route wenig highlights gab, haben wir uns entschlossen im nächsten Ort (Kaka Point) einen kleinen Spaziergang zu machen. Für Franzi gab es dann noch einen kleinen Spielplatz, so dass wir sie vor der Fahrt nach Dunedin hinlegen und wir unbeschwert fahren konnten.

In Dunedin angekommen wurden wir wieder einmal vor das Problem gestellt mit unserem riesigen "Auto" einen Parkplatz zu finden. Nachdem uns das zentrumsnah gelungen ist, führte uns der erste Weg in die hiesige i-site (Touristeninformation). Dort haben wir uns über das Stadtzentrum und die in der Nähe liegende Otago-Halbinsel beraten lassen. Da es hier ziemlich viele Möglichkeiten gibt Tiere zu beobachten, wollten wir dies auch nutzen. Es kam aber schnell heraus, dass das nur mit Touren geht und nicht alles heute zu schaffen ist. Nach kurzer Beratung haben wir uns dann dazu entschlossen für eine Nacht auf der Halbinsel zu bleiben, um wenigstens zwei Touren machen zu können. Nachdem wir die Touren dann auch gleich gebucht haben, sind wir noch etwas durch die nicht besonders attraktive Stadt gelaufen. Wie so viele andere Orte hier unten auch, gibt es in Dunedin eine große Hauptstraße kit vielen Geschäften, ein paar schöne Kirchen und.... leider nicht viel mehr.

Somit sind wir dann auf die Halbinsel gefahren, wo leider nur ich an einer Pinguin-Tour teilgenommen habe. Da man sehr nah an die Tiere herangekommen ist und man deswegen sehr ruhig sein musste, war das leider absolut nichts für Franzi! Dankenswerter Weise hat Fanny mir schon in der i-site zugesagt, dass ich wenigstens alleine die Tour machen soll, wenn es schon nicht zusammen geht.

So bin ich dann leider alleine kurz nach 17:00 Uhr zu einer sehr interessanten Beobachtungs Tour von Gelbaugen-Pinguinen aufgebrochen. Die geführte Tour hat sich absolut gelohnt. Zuerst wurde uns allerlei wissenswertes zu den Tieren mitgeteilt. Zum Beispiel, dass es die einzige Pinguinart ist, die nicht in Gruppen lebt, sondern einzeln oder mit einem Partner, es eine der am meisten vom Aussterben bedrohtesten Art ist, es gibt wohl nur noch 3000 Tiere weltweit, davon 700 in Neuseeland. Es ist die drittgrößte Pinguinart, zählen aber eher zu den Leichtgewichten.

Nach den theoretischen Fakten sind wir dann mit einem Bus in das abgesperrte Gebiet gefahren, wo wir von geschützten Beobachtungs häuschen die Tiere beobachten konnten. Zuerst leider nur aus der Ferne, dann aber ganz nah. Auf einmal standen/lagen nämlich zwei Tiere in der Natur herum und wir konnten nur ca. 1,5m entfernt an ihnen vorbei gehen. Es war schon wirklich ein tolles Erlebnis, solch seltenen und putzigen Tieren so nahe zu sein.

Und Wir sollten noch ein zweites Mal Glück haben. Aus einen Beobachtungsbunker heraus konnten wir ein Tier beobachten, wie es vom Futter jagen aus dem Meer gekommen ist, anschließend einen Hügel hinauf gewatschelt und ca. zwei Meter an uns vorbei gelaufen ist. Das auch da die Fotoapparate Höchstleistungen vollbringen mussten ist klar.
Nach ein paar weiteren interessanten Informationen, zum Beispiel, dass die Tiere ihre Brutstätten bis zu einem Kilometer im Innland im Wald anlegen und das sie für die Futtersuche ca. 25km ins offene Meer schwimmen, anschließend etwa 160m tief tauchen, dabei 8 - 10 Minuten die Luft anhalten können, um bis zu 2kg Nahrung aufzunehmen (bei einem Eigengewicht von 6kg), ging es sehr zufrieden zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Da es nun schon fast 19:00 war, sind wir auf den nächsten möglichen Campingplatz gefahren und haben den Tag bei einem deftigen Teller Nudeln und einen leckeren Glas Neuseeländischen Weißwein ausklingen lassen.