Montag, 10. November 2014
Weiter Richtung Süden...
Der Tag begann wie gewohnt, um acht der Wecker, aufstehen, frühstücken usw usf. Auch nicht ungewöhnlich war, dass mal wieder alle anderen Camper schon abgereist sind bevor wir auch nur irgendwie halbwegs startklar werden. Hier gibt es echt verdammt viele Frühaufsteher! Wir hingegen schaffen es fast nie, vor zehn den Platz zu verlassen, zehn Uhr ist nämlich immer Check Out. So auch heute, kurz nach Zehn sind wir vom Platz gerollt und haben unser Zuhause nur wenige hundert Meter entfernt abgestellt um vor der nächsten Fahrt noch ein wenig zu spazieren. Durch kleine Wäldchen ging es zu kleinen Stränden,


Franzi hat fleißig Steinchen ins Wasser geworfen. Manapouri selbst war zum shoppen oder verweilen völlig ungeeignet weil es da einfach mal gar nix gibt. Wer aber glaubt hier läge der Hund begraben, der war noch nicht ganz im Süden von Neuseeland. DORT liegt er nämlich begraben! Wir sind also gegen mittag die Scenic Route in Richtung Invercargill gefahren, das war landschaftlich sehr schön, leider etwas nass von oben, und man hatte das Gefühl man nähert sich unaufhaltsam dem A. der Welt. Auf halber Strecke dann eine Überraschung, in der brodelnden Metropole Tuatapere gab es gleich mehrere Optionen Mittag zu Essen! Kurzzeitig überfordert von der Fülle des Angebotes waren wir dann im Dorfmuseum, gleichzeitig Restaurant, was sich als gute Wahl herausgestellt hat. Glück gehabt!

cafe und museum in einem der Museumsraum

Weiter ging die Fahrt, vorbei an Schafen, Rindern, Schafen, bis zum Meer! Die Küste hier ist rauh und schön, erinnert ein wenig an Irland. Wir haben ein paarmal angehalten. Hier an der Gemstone Beach, leider ohne Edelsteine...



dann kam die doch relativ große und leider nicht so schöne Stadt Invercargill. Vom schottischen Einfluss hat man hier leider nicht sehr viel gesehen, die riesige Einkaufsstraße sah eher amerikanisch aus. Wir waren kurz im Rosengarten spazieren, dann einkaufen und dann ging die Fahrt noch ein Stück weiter, jetzt wieder Richtung Osten am Meer entlang. Die Region wo wir nun sind heißt Catlins, was uns hier wirklich erwartet werden wir morgen sehen. Jetzt stehen wir erstmal auf einem freien Stellplatz am Meer,



ohne morgendliche Checkoutzeit, und trinken noch ein Gläschen neuseeländischen Weißwein. Und wir hoffen, dass das Wetter nicht so wird wie vorhergesagt...



Sonntag, 9. November 2014
Milford Sound 2. Tag
Heute war endlich mal wieder ausschlafen angesagt! Wenn schon das Wetter hier nicht mitspielt, so wollten wir wenigstens nicht müde in den Tag starten. Das Wetter heute Morgen war das Gleiche wie gestern, die Wolken hingen sehr tief, aber es regnet nicht.

Für heute Vormittag hatten wir uns noch eine Wanderung zum Peak Summit vorgenommen, bevor es weiter Richtung Süden gehen sollte. Die tiefen Wolken ließen nicht vermuten, dass wir gute Sichten bzw. blauen Himmel während der Tour haben werden. Aber ganz ohne Wanderung wollten wir auch nicht hier abreisen. Angegeben war der track zum Key Summit mit 3h und 500 Höhenmetern.

Der Weg war sehr schön, erst durch dichten Wald, und dann über eine frei Fläche. Wir waren relativ schnell in den Wolken und es wurde mit jedem Höhenmeter windiger!!!



Oben angekommen hat uns noch ein kleiner Alpiner Rundweg erwartet, der auf Grund der abwechslungsreichen Umgebung und trotz der widrigen Bedingungen sehr schön war.



Auf Grund des Sturms, der Wolken und da alle Bäume total bemoost waren, herrschte eine sehr mystische Stimmung.



Ein kurzer Abstecher führte uns noch zu einem "Viewpoint", der heute leider keiner war. Eigentlich sollte man einen schönen Bergsee, das Ziel einer anderen lohnenswerten Wanderung sehen. Heute aber...


Da die Aussicht nicht besonders toll war, haben wir uns da oben nicht lange aufgehalten und so waren wir nach 2 Stunden 15 Minuten schon wieder am Auto. Nach ein paar Stullen zum Mittag führte uns dann unsere Fahrt ziemlich unspektakulär mit einem längeren Zwischenstopp in Te Anau bis nach Manapouri, einem 400 Einwohner Dorf am gleichnamigen See. Hier haben wir uns einen kleinen und gemütlichen Campingplatz gesucht, nach 3 Tagen endlich mal wieder heiß duschen, Strom haben, Wäsche waschen und Internet!!!



Milford Sound
Da wir heute ja noch ein Stück fahren mussten und das Boot schon 10:00 Uhr ging, mussten wir also früh aufstehen. Anschließend schnell einen Kaffee und ein paar Stullen für die Fahrt gemacht und los ging es. Franzi hat zum Glück noch geschlafen, so dass wir gut vorwärts gekommen sind.

Landschaftlich war die Strecke sehr schön, hat sich zumindest auf der Rückfahrt heraus gestellt. Morgens nämlich war das Wetter sch... Je näher wir dem Milford Sound gekommen sind, desto schlechter wurde das Wetter. Am Ende waren wir in den Wolken, als wir über den Pass gefahren sind und in Milford hat es geregnet. Wie so häufig hat auch hier der Wetterdienst keine Ahnung wie das Wetter wird. Entsprechend war natürlich unsere Stimmung als wir unser Ausflugsschiff betreten haben. Das Wasser war zwar zu sehen, aber von den Bergen ringsherum nicht besonders viel...

So sind wir über zwei Stunden bei mehr oder weniger starken Regen durch den Milford Sound geschippert worden und haben die Fahrt trotzdem irgendwie genossen. Zwar konnten wir die Mächtigkeit der umliegenden Felswände nicht erleben, aber die Stimmung mit dem Regen und den sehr tiefen Wolken, sowie den Erklärungen des Guides zu Flora und Fauna waren irgendwie beeindruckend und interessant. Wir haben diverse mächtige Wasserfälle und einige Pelzrobben gesehen.



Dann kam es wie es kommen musste, als wir zurück waren wurde das Wetter besser und der blaue Himmel war zu sehen. So haben wir uns entschlossen doch noch etwas in der Gegend zu bleiben und haben auf dem Weg zu unserem Campingplatz noch den ein oder anderen Stopp eingelegt. Die schönste der kurzen Wanderungen war die zu den Marian Cascades.



Für diese Nacht haben wir uns wieder einen günstigen DOC Campingplatz, diesmal direkt am See ausgesucht. Obwohl wir relativ früh da gewesen sind, war es schwierig für unser riesen WoMo noch einen Platz zu finden. Natürlich haben wir es uns passend gemacht und genießen jetzt den Blick auf den See.




Wanaka - Queenstown - Milford Sound
Da die Campingplätze in Wanaka alle sehr teuer waren und keine freien Plätze zur Verfügung standen, haben wir uns entschieden, einen Platz etwas außerhalb der Stadt anzufahren. Das stellte sich als Glücksfall heraus, denn der Platz war nicht sehr teuer, hatte eine tolle Lage am Fluss und noch dazu einen tollen Blick auf die Berge.



Nach der Abfahrt aus Wanaka kam Fanny auf die Idee mal das Wetter für die nächsten Tage zu checken, so lange wir noch Internet haben. Und siehe da... das Wetter soll sich ab Sonntagabend verschlechtern. Gerade zu dieser Zeit wollten wir jedoch zum Milford Sound fahren. Somit musste schnell ein neuer Plan her! Wir haben uns dazu entschlossen den Aufenthalt in Queenstown extrem zu kürzen und schon heute bis kurz vor den Sound zu fahren. Dadurch sollten wir das Wochenende bei noch schönem Wetter im Fjordland verbringen können.

Für Queenstown hatten wir am Ende noch fünf Stunden Zeit, was für eine Fahrt mit der Skyline Gondelbahn auf den Bobs Peak und eine kurze Stadtbesichtigung gereicht hat. Vom Berg aus hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt und Franzi konnte noch etwas herum rennen. Eigentlich wollten wir dort einen kleinen looptrack gehen, der aber weder vernünftig ausgeschildert, noch auf irgendeiner Karte dort oben eingezeichnet war.



Unten in der Stadt sind wir etwas durch die Gassen gelaufen und konnten unsere shopping-Gelüste endlich in einem MacPac-Outdoor-Laden befriedigen.

Gegen 16:00 Uhr sind wir dann aus Queenstown los, Püppi hat in ihrem Alkoven fein Mittagsschlaf gemacht. Die Straße war landschaftlich toll, lange Zeit entlang des Lake Wakatipu.



In Te Anau (sprich: Tee Anu) haben wir noch einmal getankt und an der Tankstelle gleich für morgen früh eine Cruise in den Milford Sound gebucht. Was man hier an Tankstellen nicht alles erledigen kann... Nachdem wir im letzten Supermarkt noch einmal unsere Vorräte aufgefüllt haben, ging es zur letzten Etappe der knapp 300km heute, zum DOC Campingplatz Deer Flat , wo wir gegen 20:30 Uhr angekommen sind.



Donnerstag, 6. November 2014
Haast Pass - Wanaka
Heute hatten wir uns lediglich eine kurze Fahrt vorgenommen. Zuerst mussten wir noch über den Haast Pass. Dieser bietet diverse Möglichkeiten einen Stopp einzulegen, was wir an zwei Fasserfällen und den Blue Pools gemacht haben. Letztere sollten verbunden mit einer kleinen Wanderung ein Highlight in der Region sein. Die Wanderung entpuppte sich eher als Waldspaziergang und die Pools waren zwar blau, aber alles andere als spektakulär!



Weiter ging die Fahrt dann wieder landschaftlich schön vorbei an den Seen Lake Wanaka und Lake Hawea.



Wie schon den ganzen Tag, so hatten wir auch in Wanaka bestes Wetter. Da Franzi noch ausgiebig Mittagschlaf gemacht hat, sind wir erst einmal allein durch die nette und sehr lebhafte Stadt gezogen. Direkt am Lake Wanaka gelegen und von den Bergen eingerahmt ist es dort sehr idyllisch.



Nach dem Mittagschlaf haben wir dann noch eine sehr schöne Wanderung auf den dortigen Hausberg unternommen, von welchem man einen tollen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung hatte.




Glaciers - Haast Pass
Schon beim Aufstehen zeigte sich heute, es wird ein guter Tag. Die Sonne strahlte am Himmel und es war keine Wolke zu sehen. So ging der Tag trotz des wie fast immer frühen 08:00 Uhr Aufstehens gut los und alle waren bester Laune. Unser erster Weg führte uns ins Gebiet des Fox Gletschers, um zu klären, ob wir unseren geplanten Flug schon eher durchführen könnten. Da dies leider nicht möglich war, haben wir die Zeit mit zwei kleinen Wanderungen überbrückt. Die erste hat uns zum Lake Matheson geführt, in welchem sich bei sehr ruhiger Wasseroberfläche die Berge super schön spiegeln...




Wir haben es leider nur so erlebt...



Anschließend ging es dann zum Gletscher. Da wir Franzi vor dem Flug noch einmal hinlegen wollten, konnte leider nur eine(r) zur Gletscherzunge wandern. Ich habe in der Zwischenzeit auf Franzi aufgepasst und die Zeit genutzt, um Postkarten zu schreiben.

Dann war es endlich soweit und der Flug sollte losgehen. Leider hatte sich der Himmel über die Mittagszeit etwas bewölkt, so dass wir nicht sicher waren, ob alles noch so klappt. Nach kurzem safety briefing ging es auch gleich los, Franzi bei mir auf dem Schoß. Um es vorweg zu nehmen, der Flug inklusive der Landung auf einem Gletscher waren suuuuper, wie die Bilder vielleicht zeigen.



Anschließend haben wir uns ins Womo gesetzt, wir wollten ja noch ein wenig Richtung Wanaka vorwärts kommen. An der Bruce Beach, angeblich eine der zehn beliebtesten Strände Neuseelands, haben wir noch eine ausgiebige Kaffeepause gemacht.



An einer Stelle lagen viele weiße Steine, auf welche sich einige Reisende verewigt haben. Da wollten wir natürlich nicht fehlen (kleiner Stein mit blauer Schrift)...



Nach einer weiteren Stunde entspannter Fahrt, auf großteils landschaftlich tollen Straßen, sind wir dann gegen 19:45 Uhr auf unserem toll gelegenem DOC Campingplatz am Haast Pass angekommen.