Heute war ein sehr erlebnisreicher Tag und es gibt viele Bilder zu zeigen. Es sind natürlich nur sehr wenige, im Vergleich zu denen, die wir geschossen haben.

Es fing schon damit an, dass wir eine sehr abenteuerlich Straße zu unserem ersten Ausflugsziel fahren mussten.... Zwischen dem Fahrbahnrand und dem Meer waren teilweise keine 30cm und das alles ohne Sicherung oder Leitplanken, aber heftigem Sturm. So sind wir relativ vorsichtig zu unserem Ziel, einer Sheep-Shearing-Show gefahren.
Die Show selbst war zwar relativ teuer, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zuerst wurde uns etwas über die Hunde erzählt, die die Schafe zusammentreiben und das Ganze auch noch vorgeführt. Dann wurde sehr viel interessantes über die Schafzucht erzählt, bevor es dann zum eigentlichen Scheren ging. Es war höchst interessant und amüsant zu sehen, wie schnell ein komplettes Schaf enthaart ist. Und der Clou des ganzen war, dass das Fell am Ende an einem Stück war!!!
Anschließend ging es mit den Erklärungen zu der Verarbeitung der Wolle und der Fragestunde weiter. Interessant war unter anderem, dass das Fell im Ganzen verschifft wird und erst später in 256 Einzelteile zum verarbeiten zerlegt wird. Am Ende blieb keine Frage unbeantwortet und alle sind beeindruckt und zufrieden nach Hause gegangen. Ein Highlight gab es noch zum Schluss, es wurde ein 5 Wochen junges Lamm geholt, gefüttert und jeder durfte es mal halten.
Unsere Fahrt ging dann gegen Mittag weiter, diesmal wieder Richtung Norden, die Ostküste der Südinsel entlang. Das nächste Ziel hieß Moreaki Boulders Beach. Dort liegen auf einem Strandabschnitt von ca. 100m etwa 30 kreisrunde große Steine.

Einige sind noch komplett, andere schon leicht gesprungen, einige schon komplett zerbrochen.

Natürlich gibt es viele Sagen und Vermutungen, wie die Steine dort hingekommen sind, genau wissen tut es aber niemand.
Unser nächster Übernachtungsplatz lag nur 3km nördlich der Boulders Beach und stellte sich als sehr schön und familiär heraus.

Der Betreiber hat gleich ein kleinen Schwatz mit Fanny gehalten und uns den Tipp gegeben, dass man ganz in der Nähe kostenlos! Pinguine und Robben beobachten kann. Nachdem Franzi erst einmal ausgiebig auf der Wiese mit allen möglichen Spielsachen, die dort bereitgestellt sind, gespielt hat, wollten wir uns die Tiere natürlich nicht entgehen lassen. Das Nature Reserve stellte sich wirklich als ein super Zoo heraus, wir konnten etwa 15 Gelbaugenpinguine und einige Pelzrobben ganz aus der Nähe beobachten. Die Pelzrobben hätte man sogar anfassen können, die lagen dort einfach so rum. Wir haben das natürlich nicht gemacht, ein gewisser Abstand sollte schon zu den Tieren eingehalten werden. Mich hat sehr gefreut, dass Fanny somit auch noch zu einer gewissen Pinguin-Tour gekommen ist.


Leider hieß es gegen 1030 Uhr Abschied nehmen, von einem der bisher angenehmsten Stellplätze in NZ. Der Betreiber war suuuper nett und hilfsbereit, wir haben ziemlich lange mit ihm gequatscht und gestern konnten wir ja in seiner Küche die leckere, von seiner Frau selbst gebackene Pizza essen. Also, unsere Top-Empfehlung in diesem Gebiet ist der Hillview Campground Nugget Point!!!
Da es auf der weiteren Route wenig highlights gab, haben wir uns entschlossen im nächsten Ort (Kaka Point) einen kleinen Spaziergang zu machen. Für Franzi gab es dann noch einen kleinen Spielplatz, so dass wir sie vor der Fahrt nach Dunedin hinlegen und wir unbeschwert fahren konnten.
In Dunedin angekommen wurden wir wieder einmal vor das Problem gestellt mit unserem riesigen "Auto" einen Parkplatz zu finden. Nachdem uns das zentrumsnah gelungen ist, führte uns der erste Weg in die hiesige i-site (Touristeninformation). Dort haben wir uns über das Stadtzentrum und die in der Nähe liegende Otago-Halbinsel beraten lassen. Da es hier ziemlich viele Möglichkeiten gibt Tiere zu beobachten, wollten wir dies auch nutzen. Es kam aber schnell heraus, dass das nur mit Touren geht und nicht alles heute zu schaffen ist. Nach kurzer Beratung haben wir uns dann dazu entschlossen für eine Nacht auf der Halbinsel zu bleiben, um wenigstens zwei Touren machen zu können. Nachdem wir die Touren dann auch gleich gebucht haben, sind wir noch etwas durch die nicht besonders attraktive Stadt gelaufen. Wie so viele andere Orte hier unten auch, gibt es in Dunedin eine große Hauptstraße kit vielen Geschäften, ein paar schöne Kirchen und.... leider nicht viel mehr.
Somit sind wir dann auf die Halbinsel gefahren, wo leider nur ich an einer Pinguin-Tour teilgenommen habe. Da man sehr nah an die Tiere herangekommen ist und man deswegen sehr ruhig sein musste, war das leider absolut nichts für Franzi! Dankenswerter Weise hat Fanny mir schon in der i-site zugesagt, dass ich wenigstens alleine die Tour machen soll, wenn es schon nicht zusammen geht.

So bin ich dann leider alleine kurz nach 17:00 Uhr zu einer sehr interessanten Beobachtungs Tour von Gelbaugen-Pinguinen aufgebrochen. Die geführte Tour hat sich absolut gelohnt. Zuerst wurde uns allerlei wissenswertes zu den Tieren mitgeteilt. Zum Beispiel, dass es die einzige Pinguinart ist, die nicht in Gruppen lebt, sondern einzeln oder mit einem Partner, es eine der am meisten vom Aussterben bedrohtesten Art ist, es gibt wohl nur noch 3000 Tiere weltweit, davon 700 in Neuseeland. Es ist die drittgrößte Pinguinart, zählen aber eher zu den Leichtgewichten.

Nach den theoretischen Fakten sind wir dann mit einem Bus in das abgesperrte Gebiet gefahren, wo wir von geschützten Beobachtungs häuschen die Tiere beobachten konnten. Zuerst leider nur aus der Ferne, dann aber ganz nah. Auf einmal standen/lagen nämlich zwei Tiere in der Natur herum und wir konnten nur ca. 1,5m entfernt an ihnen vorbei gehen. Es war schon wirklich ein tolles Erlebnis, solch seltenen und putzigen Tieren so nahe zu sein.
Und Wir sollten noch ein zweites Mal Glück haben. Aus einen Beobachtungsbunker heraus konnten wir ein Tier beobachten, wie es vom Futter jagen aus dem Meer gekommen ist, anschließend einen Hügel hinauf gewatschelt und ca. zwei Meter an uns vorbei gelaufen ist. Das auch da die Fotoapparate Höchstleistungen vollbringen mussten ist klar.

Nach ein paar weiteren interessanten Informationen, zum Beispiel, dass die Tiere ihre Brutstätten bis zu einem Kilometer im Innland im Wald anlegen und das sie für die Futtersuche ca. 25km ins offene Meer schwimmen, anschließend etwa 160m tief tauchen, dabei 8 - 10 Minuten die Luft anhalten können, um bis zu 2kg Nahrung aufzunehmen (bei einem Eigengewicht von 6kg), ging es sehr zufrieden zurück zum Ausgangspunkt der Tour.
Da es nun schon fast 19:00 war, sind wir auf den nächsten möglichen Campingplatz gefahren und haben den Tag bei einem deftigen Teller Nudeln und einen leckeren Glas Neuseeländischen Weißwein ausklingen lassen.
fmfunterwegs am 12. November 14
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Da wir wieder einmal auf einem freien Übernachtungsplatz standen war zur großen Freude Fannys heute morgen wieder einmal ausschlafen angesagt! Trotz des heftigen Sturms in der letzten Nacht ist unser WoMo stehengeblieben und wir hatten blauen Himmel nach dem Aufstehen. Naja, teilweise zumindest... Nach den üblichen 2h waren wir dann auch soweit und unsere Reise ging weiter Richtung Süden durch die Catlins. laut Prospekt sollte uns eine einzigartige Scenic Route erwarten, mit sehr vielen kleinen Wanderungen. Da im Laufe des Vormittags das Wetter dann doch schlechter wurde, wollten wir uns auf einige wenige kurze Wanderungen konzentrieren und uns dann lieber am "südlichsten Punkt" Neuseelands, dem Nugget Point aufhalten.
Von den unternommenen Wanderungen waren erwähnenswert der MacLeann Waterfall
der Lake Wlikie
sowie der Doppelwasserfall Horseshoe Bend und Matai...
Da es heute richtiges Aprilwetter gab, es neben ein wenig Sonne auch oft stark geregnet hat, hat sich unsere Fahrt etwas verzögert. Somit waren wir erst gegen 18:00 Uhr am südlichsten Punkt, dem Nugget Point. Auch hier hat uns die gesamte Bandbreite des Wetters inklusive eines tollen Regenbogens erwartet. Zu sehen gab es dort Pinguine!!!, wieder einmal Pelzrobben, sowie eine rauhe Küste mit einem Leuchtturm.
Übernachten tuen wir heute auf einem sehr schönen kleinen Farm-Camping. Die Eigentümer sind super nett, hier gibt es ein paar Tiere zum streicheln und wir haben leckere home made Pizza gegessen!
fmfunterwegs am 11. November 14
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