Sonntag, 16. November 2014
Mt Cook NP bei blauem Himmel
Diesmal hat das Wetter es gut mit uns gemeint und es hat nicht geschneit. Zwar hat es noch lange geregnet und gestürmt, aber heute Morgen hatten wir diesen Ausblick...


das letzte ist unser Womo

Die Fahrt hier her und das Ertragen des schlechten Wetters und der winterlichen Temperaturen hatten sich also gelohnt.

Unsere erste Wanderung heute sollte uns zum Sealy Tarns (Sealy Bergsee) führen. Wir wussten nicht genau was uns erwartet, aber sie ging zumindest vom Zeltplatz los. Anfänglich sind wir (ich mit Franzi auf dem Rücken und Fanny mit dem Verpflegungsrucksack bewaffnet)kurz durch flachen Baumbewuchs gelaufen, bevor dann der Abzweig zu unserem ersten Tagesziel kam. Von da an ging es über Treppenstufen immer weiter nach oben.


Nein, da ist nichts gefaked, es war wirklich sooo steil!

Nach über 500 Höhenmetern und gefühlt über 2000 Treppenstufen oben angekommen



hatten wir eine super Aussicht auf die umliegenden Berge (inkl Mount Cook) sowie den Mueller Lake und den Hooker Lake, an denen wir am Nachmittag vorbei wandern wollten.



Der Rückweg über die vielen Treppen ging zwar recht zügig, aber unten angekommen hatten wir erst einmal zittrige Beine. Es ist doch gar nicht so einfach, soooo viele Treppen zu gehen.

Im WoMo angekommen durfte Franzi erst einmal Mittagsschlaf machen. Fanny war so kaputt, dass sie die Zeit auf für ein kleines Mittagsschläfchen genutzt hat. Nach einem Kaffee, selbst gekochten Grießbrei und ein paar Keksen ging es gegen 16:00 Uhr dann zu unserer zweiten Wanderung, dem Hooker Valley Track. Dieser führte uns auf einem leicht ansteigendem Weg,



über drei Hängebrücken



und vorbei am Mueller Lake



zum Hooker Lake, einem Gletschersee des Hooker Glaciers. Der Gletscher war leider als solcher nur noch schwer zu erkennen, da er mit unheimlich viel Geröll bedeckt ist. Um so schöner waren jedoch der Blick über den See und die Aussicht auf dem Mt Cook!



Als wir gegen 19:00 Uhr nach 11,5km und erneut 200 Hm zurück waren, waren wir alle ziemlich geschafft, aber auch stolz und erfreut über unsere heutigen Wanderungen!



Samstag, 15. November 2014
Duntroon - Mt. Cook NP
Nachtrag zu gestern...

Franzi auf der Suche nach Pinguinen

Zuerst die gute Nachricht, wir haben überlebt!!! Trotz der wilden Tiere, es handelte sich um eine ganz gefährliche ca. 15cm große und 40cm lange "Killer"-Katze, die vor Fanny heimtückisch weggelaufen ist, und dem sehr starken Sturm, der unser WoMo mehrfach ziemlich ins schwanken gebracht und uns zu einer schlaflosen Nacht verholfen hat, sind wir heute früh wohlbehalten und unversehrt wieder aufgewacht...

Nach einem Frühstück in der Sonne auf unserem Sport-Camping-Platz, haben wir das schöne Wetter genutzt, um noch etwas mit Franzi zu spielen und sie gleichzeitig etwas auszupowern. Anschließend ging es mit einer Premiere, Fanny ist zum ersten Mal das WoMo gefahren,

zu zwei kurzen archäologischen Stopps, zuerst bei den Elephant Rocks und anschließend bei einer angeblichen Bruchlinie eines Erdbebens.
So ohne Menschen davor sind die Steine nicht besonders beeindruckend. Wenn man dann aber mal die Größenverhältnisse sieht, ist man schon etwas erstaunt, was die Natur so alles anrichtet.

Franzi war nun endgültig fertig und sie ist wieder freiwillig in ihr Bettchen gegangen. Somit konnten wir die Zeit nutzen, um wieder ein ganzes Stück näher an den Mount Cook National Park zu fahren. In Twizel wurde dann erst einmal Zwischenstopp gemacht, Franzi hatte ausgeschlafen... Nachdem wir fast unser gesamtes gestern gekauftes leckeres Brot zum Mittag verspeist haben, durften die kleinen und großen Frauen noch etwas auf den Spielplatz.
Nachdem Franzi wieder einmal genug Energie gelassen hat, haben wir noch die letzten 60km in Angriff genommen. Unterwegs gab es immer wieder schöne Ausblicke bei bestem Wetter und seeeehr viel Wind.
hier am Lake Pukaki:


Etwa 25km vor dem NP ändert sich plötzlich das Bild und wir ahnten schlimmes...


20km vor unserem Ziel fing es dann auch wirklich an zu regnen und es hat bis jetzt noch nicht aufgehört! Jetzt liegen wir bei 4Grad im WoMo und hoffen, dass es diese Nacht nicht noch schneit...



Freitag, 14. November 2014
Oamaru
Heute morgen konnten wir endlich mal wieder im Freien frühstücken, herrlich. Auch für Franzi war das gut, weil sie so viel Auslauf hatte und den Campingplatz erkunden konnte. Erstmals waren wir heute auch nicht die letzten bei der Abreise, trotz reichlicher Überschreitung der Abreisefrist.

Unsere Fahrt führte uns zunächst einmal ein Stück auf unserer Route zurück, nach Trotters Gorge, einer atemberaubenden Schlucht, die jeden Besucher in den Bann zieht. Es gab zwei Optionen zum wandern, 30min return zu Höhlen , oder 1,5h Rundweg. Wir wollten kurz bei den Höhlen vorbeischauen und dann den Rundweg gehen. Es kamen bis auf ein paar winzige, kaum als solche zu deutende Höhlen, also sind wir weitergegangen, einen fast abenteuerlichen Weg, hoch und runter, hin und her, und es kamen immer noch keine Höhlen. Kurz bevor wir endgültig umkehren wollten waren wir plötzlich am Beginn unserer Wanderung, hatten somit in 45min den Rundweg absolviert!?

Na gut, nach diesem atemberaubenden Erlebnis haben wir einen kurzen Abstecher an die Küste, zum Shag Point, gemacht, um Robben und Pinguine zu sehen. Robben lagen einige faul in einiger Entfernung auf Felsen rum, Pinguine waren leider nicht da. Dann also ging die Fahrt wieder vorwärts, bis fast zum Campingplatz, da wurde uns eine Fish&Chips Bude empfohlen. Sehr lecker!

Nach 35km Fahrt haben wir Oamaru erreicht. wir wollten eigentlich gar nicht anhalten sondern nur kurz im vorbeifahren bei einer europäischen Bäckerei leckeres Brot einkaufen. Letzten Endes waren wir dann doch bestimmt 2h in der Stadt, vor allem in der Harbour Street, eine kleine, uralte Straße mit hübschen Läden und Galerien, und einem echt historischen Flair. Hinzu kommt noch, dass dieses Wochenende dort ein großes viktorianisches Festival stattfindet und viele Einheimische in schicken alten Kostümen durch die Straße liefen, es fuhren alte Dampfloks und Pferdekutschen.

Nach dieser kurzen Zeitreise haben wir noch die Ostküste Neuseelands verlassen um in Richtung Mt Cook zu fahren, und jetzt übernachten wir auf einem einigermaßen gruseligen Campingplatz in Duntroon. Der Platz ist ein großer Sportplatz, die Betreiber sind sehr komisch, die Sanitäranlagen nicht die Besten, der Wind peitscht die Äste der Bäume gegen unser Dach und draußen laufen bestimmt wilde hungrige Tiere um unser Auto...